Q&A

Die Q&A Liste ist eine Zusammenstellung von Fragen, die ich im Laufe meiner Zeit häufig gestellt bekam und die dazu passenden Antworten. Vielleicht findet der ein oder andere, die Antwort auf seine Frage. Falls nicht, könnt ihr mir gerne eure Frage(n) über mein Kontaktformular zusenden.

Q: Haben Sie jemals einen Hund verzehrt oder einem anderen Tier Schaden zugefügt?

A: Ich glaube nicht. Ich liebe Hunde auf eine andere Art und Weise und sehe in ihnen keinen leckeren Feinschmaus. Aber durch die Entdeckungsreise der koreanischen Cuisine mit meinem Onkel, immer wenn ich Korea besuchte, bin ich mir nicht sicher. Da nach sechs Flaschen Soju, die Erinnerung stark nachließ. Es kann sein, dass ich einige Ameisen getötet habe durch spontane Entleerungen bei Waldspaziergängen. Viele tote Mücken und Fliegen zieren meinen Weg. Ansonsten bin ich für einen stärkeren Tierschutz.

Q: Träumen sie auf Koreanisch oder Deutsch?

A: Meine Träume haben oft keine Sprache sondern spielen sich wie ein Stummfilm ab. In manchen Träumen spreche ich fließend Russisch, eine Sprache die ich gerne noch lernen möchte.

Q: Kannst Du mir eine Unterschrift von dem US-Basketball Star Le Bron James besorgen?

A: Ich kenne Le Bron James nicht.

Q: Kennen Sie Jackie Chan?

A: Nein. Kenne ich auch nicht.

Q: Kennen Sie Jet Li?

A: Auch ihn kenne ich nicht.

Q: Wen kennen sie dann?

A: Liebe Menschen

Q: Wirst Du klamottenmäßig gesponsort?

A: Ja. Von Puma aus Herzogenaurach und Grazie Store aus Dresden.

Q: Warum Puma und nicht Adidas?

A: Weil Puma, meinen Helden, den amerikanischen Sprinter Tommie Smith, der 1968, bei den sommerolympischen Spielen in Mexico, die Goldmedaille holte und wegen seiner schwarzen Faust auf dem Podium, für die weiteren Spiele verbannt wurde, die Treue hielt. Und das zu einer Zeit der Rassentrennung in Amerika.

Q: Wie lautet ihr koreanischer Name?

A: Jong-bum. Laut meiner Mutter soll „bum“ so etwas wie Tiger bedeuten.

Q: Warum heißen sie Martin mit Vornamen und tragen nicht ihren koreanischen Namen?

A: Mein koreanischer Name wurde im Namen der Integration geopfert. Meine Patentante war eine fundamentalistische Christin und hatte leichte Beute, meine unwissenden Eltern zu „zwangschristianisieren“. So wurden meine Geschwister und ich getauft und bekamen alle christliche Namen verpasst.

Q: Können Sie den Gangnam Style Tanz?

A: Nein. Ich bin was das Tanzen anbelangt sehr untalentiert. Ich kann höchstens den Lasso schwingen.

Q: Welches chinesische Horoskop sind sie?

A: Schaf

Q: Warum nennen sie ihren Vater „die chinesische Mauer“?

A: Lesen sie das erste BuchLautlos – Ja Sprachlos – Nein“.

Q: Seit wann sind sie deutscher Staatsbürger?

A: Seien sie fleißig und lesen sie das zweite Buch „Ohne Fleiß kein Reis“.

Q: Fühlen sie sich als Deutscher?

A: Ich sehe es wie mein Freund und Kollege, Wladimir Kaminer. Er sieht sich privat als Russe und beruflich als Deutscher. Ich fühle mich privat als Koreaner und beruflich als Deutscher.

Q: Haben sie Loyalitätskonflikte?

A: Diese Frage wurde mir auch sehr häufig von Personalchefs gestellt. Die Liebe zu einem Land hat nichts mit Loyalität zu tun. Ich möchte nicht in einen Weltkrieg ziehen, nur um mich für ein Land entscheiden zu müssen. Sportlich habe ich mich damals für Deutschland entschieden. Ansonsten sehe ich die Sache mit der Loyalität skeptisch. Loyalität hat so etwas mitläuferisch an sich. Den größten Patriotismus, die einer seinem Land zollen kann, ist es konstruktive Kritik auszuüben, so dass es sich weiterentwickeln kann und nicht intellektuell erstickt.

Q: Existiert ihr koreanischer Verein, der einsame koreanische Männerherzen an Frauen vermittelt?

A: Bis auf eine Person haben wir alle erfolgreich vermittelt und somit den Sinn und Zweck des Vereins erfüllt, so dass wir keine Notwendigkeit mehr sahen, den Verein aufrechtzuerhalten.

Q: Wie sehen sie die Lage in Nordkorea?

A: Fragen sie die Bild Zeitung, die fast täglich über Kim Jong-un berichten. Die scheinen, die Exklusivrechte über Kims Berichterstattung zu haben oder aber seinen Freund, Dennis Rodman.

Q: Kommst Du aus West-Korea?

A: Geographie war nie mein Lieblingsfach. Aber soweit ich weiß, gibt es nur Nord- und Südkorea. West-Korea wüsste ich nicht, wo es liegen sollte. Vielleicht im Korea-Town in Los Angeles.

Q: Mein neuer Samsung Fernseher hat einen defekt. Es kann nicht mehr angeschaltet werden. Können Sie mir da weiterhelfen?

A: Nein. Fragen sie ihren Hersteller. Ich selbst, habe noch nie einen Samsung Fernseher zusammengebaut sondern nur einen Ikea Schrank und das leider nicht erfolgreich.

Q: Sie sind also Koreaner? Ich fahre einen KIA Sorento!

A: Ich gratuliere ihnen zu einem exzellenten koreanischen Qualitätsprodukt.

Q: Warum hast Du eigentlich keinen Samsung Galaxy 5 Handy?

A: Ich liebe schwarze Beeren.

Q: Welches ist ihre koreanische Lieblingsspeise?

A: Jajangmyeon mit Ttangsyeok. Davon bestelle ich mir eine „triple“ Portion.

Q: Wie sind Sie, Autor geworden?

A: Es war ein Unfall und nicht geplant. Ich konnte mir keinen Therapeuten leisten, da das ganze Geld für mein Studium in Amerika (6 Jahre) und Belgien draufging. Also fing ich an zu schreiben. Das war die kostengünstigste Variante um mich selbst zu therapieren. 

Q: Wie sind sie ein glücklicher deutscher Staatsbürger geworden?

A: Der Prozess des Deutsch-Werdens ist noch nicht ganz abgeschlossen. Wenn genügend Menschen meine Bücher kaufen, dann kann ich mir irgendwann eine Gesichtsoperation leisten (Nasenverlängerung, Augenverkleinerung etc.). Dann werde ich auch optisch, ein angepasster Deutscher sein und vielleicht zu meinem Glück finden.

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